Alexander ist online...

Donnerstag, den 04.01.2007

Unser erstes Weihnachtsfest mit Alexander war durchwachsen. Heiligabend waren wir mit Oma Uschi, die wie jedes Jahr Weihnachten bei uns verbrachte, bei meinen Eltern mit Oma und Schwester und Anhang. Das ist Tradition bei uns und es war wieder wunderschön. Die Kinder haben im großen Wohnzimmer meiner Eltern die Spielzeugkisten aus- und umgeräumt und hatten beim Auspacken der Geschenke einen Riesenspaß. Der große, leuchtende Weihnachtsbaum wurde ausgiebig bewundert. Alexander war mittendrin im Gewirr der Geschenke, des Papiers und der herumfliegenden Legosteine und voll in seinem Element. Von meiner Schwester hatte er ein buntes Lauflerngerät geschenkt bekommen. Wie so ein Gehfrei für ältere Leute, nur in bunt und leuchtend und lustige Musik machend. Er fand das toll und einmal hingestellt, schob er dieses Spielzeug fleißig durchs Wohnzimmer. Ich denke es wird nicht mehr allzu lange dauern, bis er auch ohne dieses Gerät laufen kann, so gut wie das jetzt schon geht.

Der Tag war also wunderschön, die Nacht wurde es leider nicht so sehr. An schlafen war nicht zu denken, da Alexander nur weinte und partout nicht schlafen wollte. Wir schoben es auf die Zähnchen. Morgens gegen 4 Uhr hatte er 39,5°C Fieber und mit einem Zäpfchen schlief er dann bei uns im Bett ein wenig ein. Den ersten Weihnachtstag ging es ihm etwas besser und das Fieber war weg. Am späten Nachmittag kam Opa Peter zu uns zum Essen. Dann kam die nächste Horror-Nacht. Alexander schlief wieder nicht und weinte an einem Stück. Fieber hatte er auch wieder. Dieses mal sogar an die 39,8°C, welches auch mit Fieberzäpfchen nicht viel weiter runter ging. Am zweiten Weihnachtstag fuhr ich dann trotzdem mit Alexander zu meinen Eltern, da dort meine Tanten zu Besuch waren. Aber Alexander ging es gar nicht gut. Bei ihm wechselten sich Schlaf- und Weinphasen ab und er war ziemlich apathisch, so dass ich am frühen Nachmittag mit ihm und Martin in die Amsterdamer Kinderklinik fuhr. Dort war es gerammelt voll und wir mussten geschlagene zwei Stunden warten, bis wir endlich an der Reihe waren. Die Ärztin stellte dann eine beginnende Lungenentzündung fest und verordnete Antibiotika. Dieses dann Abends noch zu bekommen, war nicht so einfach. Erst die dritte Notapotheke hatte es da. Gott sei Dank wirkte es schnell und Alexander und wir hatten wieder eine relativ ruhige Nacht. Mit dem Antibiotika ging es dann auch die nächsten Tage wieder bergauf. Diesen blöden Husten hat Alexander allerdings immer noch...

Den Jahreswechsel haben wir dann bei meiner Schwester Nicola zusammen mit ihrem Lebensgefährten, Stephan, verbracht. Lisa war Sylvester bei ihrem Vater und Nicola hatte für Alexander in ihrem Zimmer ein Reisebettchen aufgebaut. Es war allerdings nicht ganz so einfach ihn dort, jenseits all seines gewohnten, zum Schlafen zu bringen. Er war viel zu aufgeregt und erst gegen 22 Uhr schlief er dann endlich ein. Auch Luca hielt nicht viel vom Schlafen und musste immer wieder ermahnt werden sich hinzulegen. In der Zwischenzeit haben wir uns beim Raclette die Bäuche vollgeschlagen. Nicola hatte jede Menge aufgetischt, so dass wir noch eine ganze Gästeschar mehr hätten bewirten können und mehr als die Hälfte von allem hinterher noch übrig blieb. Aber es schmeckte vorzüglich. Nach dem Essen spielten wir noch MauMau nach „Tamar-Regeln“, welche Martin sich mal mit einigen seiner Spielern zusammen überlegt hatte. Oder gab es sie vielleicht doch schon anders als offizielle Regeln? Na ja, egal, auf jeden Fall hatten wir viel Spaß bei diesen verdrehten Regeln und es wurde viel gelacht. Unterbrochen wurde das MauMau-Spiel dann nur durch die Glückwünsche und das Knallen um Mitternacht und ging anschließend noch bis etwa 2 Uhr morgens weiter. Alexander holten wir dann schlafend mitsamt seinem Schlafsack aus dem Reisebettchen, schnallten ihn schlafend im MaxiCosi und im Auto fest und legten ihn zu Hause immer noch schlafend in sein Bettchen... Leider wachte er morgens vieeel zu früh auf und war natürlich topfit. Ich hoffe ja sehr, dass er irgendwann noch mal länger als bis 6 Uhr morgens schläft. Laut meiner Mutter mussten meine Schwester und ich auch als wir klein waren jeden Morgen um 6 Uhr fit gewesen sein und wir haben uns ja später auch noch als Langschläfer entwickelt. Zumindest in der Kinder- und Jugendzeit. Das lässt hoffen, dass Alexander sich da auch noch mal berappelt... gg

Mittlerweile blitzen auch wieder mindestens zwei Zähnchen mehr in Alexanders Mund auf. Es sind oben die beiden Zähne neben den Schneidezähnchen und ich meine, die daneben wären auch schon langsam zu erahnen... Die zahnlosen Zeiten sind also entgültig vorbei und so langsam füllt sich sein Mund... :-)

Es ist unglaublich was die Zeit vergeht. In etwa drei Wochen wird unser Alexander schon ein Jahr alt. 1 Jahr !!! Wo ist mein Baby geblieben??? Die Zeit ist wirklich nur so gerast. Man sagt wohl nicht umsonst, dass man erst an Kindern merkt wie schnell die Zeit an einem vorbeigleitet. Vor einem Jahr war er noch in meinem Bauch und jetzt läuft er schon fast, hat Zähnchen, lacht und guckt munter in die Welt... So ein Kind ist wirklich das größte Wunder was es geben kann... Martin und ich sind total verliebt in unseren Kleinen und können gar nicht genug von ihm bekommen... Ich hoffe sehr, dass wir es schaffen ihn zu einem anständigen, glücklichen Menschen mit Werten und Moralvorstellungen zu erziehen, der es schafft sich in dieser Welt zu behaupten. Der Respekt gegenüber Mensch und Tier hat und der es schafft sich auf eigenen Füßen sein Glück zu erschaffen... Dies ist mein größter Wunsch...

4.1.07 09:12

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